Museen Weißenburg

throwbackthursday - die Gunthildiskapelle

Auf dem Wanderweg Nr. 6 rund um Weißenburg kann man auf den Spuren der heiligen Gunthildis wandern. Der nach ihr benannte Gunthildisweg beginnt am Wanderparkplatz Ludwigshöhe und führt weiter durch den Stadtwald bis hin zur St. Gunthildiskapelle. Das dort stehende Gotteshaus wurde im Grundriss eines Ammoniten bzw. eines Schneckenhauses 1993-1995 errichtet. Daneben sieht man heute die historische Vorlage: 1996-1998 konnten mehrere Phasen einer Kapelle ergraben werden (drittes Bild). Das Gebäude war eine Wallfahrtstätte für die Gebeine der aus Suffersheim stammenden heiligen Gunthildis. Sie wird in der katholischen Kirche als mildtätige Magd verehrt. Die erste Phase der Kapelle stammt aus dem 11. Jh. – eine einfache Saalkirche mit Chorschranke und Apsis. Dazwischen befand sich wohl ein Reliquiengrab, das aber nach der ersten Phase aufgegeben wurde. Im 14. Jh. erfolgte ein etwas größerer Neubau mit Haupt- und Seitenschiff. Im 15. Jh. fanden nochmals kleinere Umbauten statt. Durch geophysikalische Untersuchungen konnte man feststellen, dass es noch weitere Gebäude (wohl Wirtschaftsgebäude) rund um das Gotteshaus gab, welche aber nicht archäologisch untersucht worden sind.

Foto: Museen Weißenburg/L. Hegewald

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