Museen Weißenburg

throwbackthursday - das Kastell Biriciana

Auch heute schwelgen wir wieder am #throwbackthursday in Erinnerungen und springen in die jüngere Vergangenheit des Kastells Biriciana.
Nachdem das Kastell von den Römern in den 250er Jahren verlassen wurde, geriet es langsam in Vergessenheit. Der Kern des heutigen Weißenburg entwickelte sich fernab der römischen Besiedlung, so dass auf dem ehemaligen Kastellgelände im Lauf der Zeit eine Brache entstand. Erst 1885 wurde es von zwei Weißenburger Bürgern wiederentdeckt. Zwischen 1890 und 1913 wurde es durch die Reichslimeskommission ausgegraben. Anfangs unter der Leitung des Weißenburger Apothekers Wilhelm Kohl, der seit 1892 Streckenkommissar und Vorsitzender des 1889 gegründeten Altertumsvereins war. Nach dessen Tod übernahmen Julius Tröltsch und Max Raab diese Aufgabe. Seit dem Ende der Grabungen lagen die Mauern offen, lediglich mit Rasensodenabdeckung oder unter Schutzdächern den Witterungseinflüssen etwas entzogen. 1965 wurden die Grundmauern mit Beton versiegelt und mit Waschbetonplatten abgedeckt. Das Areal wurde mit Sand und Erde verfüllt sowie mit Gras bepflanzt. 1977, 1980-83 und 1986/87 wurde wieder gegraben und untersucht und 1991 entstand der Nachbau des Nordtores wie wir es heute kennen. Ab 2005 wurden dann auch die Umfassungsmauer mit den Türmen und Toren teilrekonstruiert.
Das Kastellgelände hat auch nach den Römern noch viel erlebt, war es doch Grabungsfläche, Bolzplatz, Aussichtsareal und bis heute Naherholungsgebiet. Auch in nächster Zeit wird sich hier einiges verändern.

 

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