Museen Weißenburg

Kräutergarten in den Thermen

Von Wandmalereien, Ausgrabungen und Überlieferungen wissen wir, dass die Römer schon ihre Gärten pflegten. In diesen fanden sich allerlei Zier- und Nutzpflanzen, die sowohl die römische Küche als auch die römische Heilkunst bereicherten. Über die Provinzen hinweg verbreitete sich damit das Wissen um die Kultivierung und richtige Anwendung der Gewächse. Natürlich wurden auch neue Arten in die Provinzen mitgenommen oder gehandelt. Wer jetzt aber an die moderne italienische Küche denkt, der wird enttäuscht: Tomaten und Kartoffeln kamen natürlich erst sehr viel später nach Europa.
In den Römischen Thermen bauen wir seit letztem Jahr einen römischen Garten auf, der vor allem Kräuter, die in römischer Zeit beliebt waren, umfasst. Die praktizierenden Ärzte in den antiken Badeanlagen waren sicher auch auf Heilpflanzen angewiesen, die in verarbeiteter Form von Salben, Tinkturen oder Umschlägen die Heilung unterstützten. In den Thermen findet ihr beispielweise Weinraute, Liebstöckel, Koriander, Kerbel, Bohnenkraut und Lorbeer. Auch Oliven, Wein und Feigen sind mittlerweile in unserer grünen Oase zu finden.

Foto: Museen Weißenburg/L. Hegewald

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