Museen Weißenburg

Hoch über Weißenburg...

Hoch über Weißenburg thront die Wülzburg – auf dem höchsten Berg der südlichen Frankenalb. Der Berg mit seinen Bauten hat eine wechselvolle Zeit hinter sich: Ursprünglich befand sich hier das Bendiktinerkloster St. Petrus und Paulus, welches wohl vor der Mitte des 11. Jh. gegründet wurde. Dieses bestand bis zum Ausbau der Anhöhe als Festung durch Markgraf Georg Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach. Während der Bauzeit von 1588 bis ca. 1610 entstanden die fünfzackigen Festungswerke und das Schloss. Seitdem gab es keine größeren baulichen Veränderungen, sodass heute noch größtenteils die renaissancezeitliche Gestalt der Anlage bestaunt werden kann. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung mehr oder weniger kampflos an Tilly übergeben. Später gelangte die Festung wieder in den Besitz des Fürstentums Ansbach. Hier diente sie als Gefängnis – später wurde das Bauwerk auch als Kriegsgefangenenlager verwendet. Berühmtester Insasse war der Offizier Charles de Gaulle, der später französischer Staatspräsident wurde. Während und nach dem 2. Weltkrieg wurde die Wülzburg auch als Kriegsgefangenenlager verwendet.
Eines des Highlights während einer Führung ist heute der tiefe Brunnen: 143 Meter geht es hinab. Auch sonst ist die Wülzburg aber einen Ausflug wert – sei es, um den Rundgang der Anlage zu beschreiten oder den grandiosen Blick über Weißenburg und sein Umland zu genießen!

Foto: S. Sulk

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