Museen Weißenburg

Haithabu und Danewerk

Diesmal geht es nach Schleswig-Holstein bei unserer Welterbestätten-Tour. 2018 wurde der „Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk“ das jüngste deutsche Mitglied der Kulturerbestätten.
Haithabu kennt Ihr vielleicht aus „Vikings“ als Hedeby. Doch es lag nicht, wie in der Serie, im Binnenland, sondern am Haddebyer Noor. Einem Binnensee nahe der Stadt Schleswig, der heute durch zwei Abläufe mit der Schlei – einem Meeresarm der Ostsee – verbunden ist. Haithabu wurde um 770 gegründet und 1066 endgültig zerstört. Es gilt als frühe mittelalterliche Stadt und war der bedeutendste Handelsplatz für den Fernhandel zwischen Skandinavien, Westeuropa, dem Nordseeraum und dem Baltikum. Im 10. Jahrhundert wurde Haithabu in das Verteidigungssystem des Danewerks eingebettet.
Das Danewerk (dänisch Dannevirke) wird erstmals 808 in den Fränkischen Reichsannalen erwähnt, als der dänische König Godofred beschlossen haben soll, „die Grenze seines Reiches [im Süden] mit einem Wall zu befestigen“.
Archäologisch ist schon ein Beginn im 5. Jh. belegt. Bis ins 13. Jh. wurde weiter ausgebaut, umgebaut – und schließlich vergessen. Mit einer Gesamtlänge von 30 km sperrte es den Zugang nach Jütland und kontrollierte die Handelsroute über Haithabu. Heute gilt es als größtes archäologisches Denkmal Nordeuropas und ist zugleich dänisches Nationaldenkmal.
Bis zum Ende des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 lag das Danewerk auf dänischem Boden und wurde im Zug des Krieges auch wieder „reaktiviert“, modernisiert und ausgebaut.
Heute sind etwa 80% der Anlage im Gelände sichtbar und über angelegte Wanderwege gut zu erkunden. Beide Stätten besitzen hervorragende Museen, die einen Besuch wert sind.

Foto: Museen Weißenburg/M. Bloier

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