Museen Weißenburg

Der Burgstallrundweg

Heute geht es auf dem „Burgstallrundweg“ rund um den Schloßbuck bei Gunzenhausen. An nur wenigen Orten kann man so viel Geschichte und Natur auf einem Fleck erleben. Ausgangspunkt für den kleinen, knapp 4km langen Rundweg (Wanderweg 2; Verlängerung bis zu 14km möglich) ist das Bismarck-Denkmal.
Dieses wurde 1901 „aus den hier ausgegrabenen Steinblöcken einer alamannischen Ringmauer und aus den Steinen der Römermauer“ errichtet. Einem Archäologen blutet zwar das Herz, wenn man diese Tafel liest, soll uns aber nicht vom Erkunden der Umgebung abhalten.
Bei der in der Inschrift genannten „alamannischen Ringmauer“ handelt es sich teilweise um eine ovale Ringwallanlage von etwa 150x60m aus der späten Bronze-/frühen Eisenzeit, die im Frühmittelalter wiederverwendet wurde. Angeblich sollen in der jüngeren Anlage sogar Steine der Limesmauer verbaut gewesen sein.
Östlich vom Bismarck-Denkmal befinden sich die 1980 restaurierten Überreste eines ehemaligen Limes-Wachtturms (WP 14/4) in dessen Nähe eine nachgebaute Palisade (2006) einen pittoresken Eindruck vermittelt. Folgt man dem Wanderweg weiter nach Osten, erreicht man WP 14/5. Hier kann man gut erkennen, dass zuerst die Mauer, dann der Turm errichtet wurde.
Nach knapp 200m erreicht man das „Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck“. Mit knapp 20x20m war es eher klein und nur für wenige Soldaten gedacht. Diese Bauten, auch „Feldwachen“ genannt, gehörten zu den jüngsten Wehranlagen am Limes. Mitten im Kleinkastell, das nur 20m vom Limes entfernt stand, steht seit gut 100 Jahren ein Gedenkstein „Castrum Romanum“. Das Eingangsportal wurde 2006 mittels Metallbogen, die Ecken der Anlage mittels weißer Rundhölzer visualisiert.
Weiter geht es zum nördlichsten Punkt des Obergermanisch-Raetischen Limes. Von dort aus erreicht man den eher rechteckigen WP 14/6 – ein Steinturm, dessen hölzerner Vorgänger ebenfalls sichtbar gemacht wurde. Was hier auch gut sichtbar ist, sind die oft nachgewiesenen Flechtwerkzäune, deren genaue Bedeutung bis heute nicht geklärt ist.
Foto:Museen Weißenburg/M. Bloier

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