Museen Weißenburg

Das Buch zur Traianssäule

Das Buch, dass wir euch vorstellen stammt von 1670/80: „Pietro Santi Bartoli, Colonna Traiana. Eretta dal Senato, e Popolo Romano all' Imperatore Traiano Augusto nel suo Foro in Roma.“
Es ist das erste Buch, das die Traianssäule in Rom nicht nur beschreibt, sondern im Detail auf 126 großformatigen Tafeln abbildet und untertitelt. Dadurch eignet es sich hervorragend für die Untersuchung von Substanz- und Detailverlust im Lauf der Jahrhunderte!
Der Künstler Pietro Santi Bartoli kam bereits als Jugendlicher um 1643 nach Rom. Zuerst studierte er Malerei, wechselte dann aber zur Kupferstecherei. Er widmete sich vor allem der Reproduktion von Werken der antiken Kunst und kann als Hauptvertreter der archäologischen Richtung des römischen Kupferstichs angesehen werden. Bartoli war zudem von 1696 bis zu seinem Tode (1700) Aufseher der Antiken im Kirchenstaat (Commissario delle Antichità).
Bis heute dienen die Stiche als Vorlage für aktuelle Publikationen und Interpretationen wie die Farbfassung, Militärgeschichte und auch Living History.
Die Traiansäule wurde 112/113 n. Chr. für Kaiser Traian auf dem Forum Traiani in Rom als Ehrensäule errichtet. Sie befindet sich noch heute an ihrer ursprünglichen Stelle, lediglich die kolossale, vergoldete Statue des Kaisers auf der Plattform ließ Papst Sixtus V. im Jahr 1587 einschmelzen und durch die bis heute erhaltene Statue des Apostels Petrus ersetzen.
Auf dem spiralförmig aufsteigenden, wohl ursprünglich bemalten Fries, der eine Gesamtlänge von 200 m erreicht, sind Szenen aus den erfolgreichen Daker-Kriegen (101/102 und 105/106) dargestellt. Insgesamt sind 2500 menschliche Figuren von etwa 60-75 cm Höhe abgebildet. Traian selbst ist rund 60x abgebildet.
Das vierseitige mit Tropaioi geschmückte Piedestal trägt eine Weihinschrift, die besagt, dass die Säule genau dieselbe Höhe hat wie der Hügelausläufer, den Trajan für sein Forum abtragen ließ. In diesem Sockel wurde auch die Urne mit der Asche des Kaisers aufbewahrt.
Unsere Bildauswahl umfasst die Darstellung des Limes, die Überquerung der Donau, Routineschanzarbeiten der römischen Truppen und eine Schlachtendarstellung.

Foto:Museen Weißenburg/M. Bloier

Diese Seite teilen

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung