Museen Weißenburg

Auch ein Welterbe - Pfahlbausiedlungen

Heute möchten wir euch mit zwei Schulwandbildern zu einem anderen UNESCO-Welterbe entführen: den zirkumalpinen Pfahlbauten.
Aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer besonderen Bedeutung für die frühe Geschichte der Menschheit wurden die Pfahlbauten im Juni 2011 als transnationales UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Bekannt sind sie schon seit Längerem. Die ersten Pfahlbauten wurden am Bodensee 1856 in Wangen am Untersee entdeckt, in Bayern war es 1864 an der Roseninsel im Starnberger See. Rund um die Alpen, in den Seen und Mooren der Schweiz, Ostfrankreichs, Oberitaliens, Sloweniens, Österreichs und Bayerns sind etwa 900 Pfahlbaufundstellen registriert. Südwestdeutschland hat mit seinen etwa 120 bekannten Siedlungsplätzen einen bedeutenden Anteil. Pfahlbauten existierten von der Steinzeit um 5000 v. Chr. bis in die Eisenzeit um 500 v. Chr., also mehr als 4000 Jahre. In diese Zeit fallen viele wichtige Entwicklungen und Innovationen, wie die Erfindung von Rad und Wagen um 3400 v. Chr. und die Entstehung der Kupfer-, dann der Bronzemetallurgie ab 2000 v. Chr. Aber auch der technische Fortschritt in Holzverarbeitung, Geräte- und Waffentechnologie, die Entfaltung textiler Techniken, wie auch der modische Wandel von Schmuckobjekten und Verzierungen gehören zu den vielen kulturellen Prozessen, die hier entstanden. Unsere Schulwandbilder stammen aus dem Ende des 19./Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Innenansicht des Pfahlbauhauses wurde in der Schweiz, die Außenansicht in Leipzig hergestellt und basiert auf Gemälden bekannter damaliger Künstler. Im PfahlbauMuseum Unteruhldingen/Baden-Württemberg kann heute eine nachgebaute Uferrand- und Pfahlbausiedlung besichtigt werden.

Foto: Museen Weißenburg/M. Bloier

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